Ich sitze im Krankenhaus und hätte nicht gedacht, dass mich ein zerbrochenes Teeglas genau hierher bringt. Es ist so ein Moment, der banal beginnt und plötzlich eine andere Tiefe bekommt. Ein Glas rutscht aus der Hand, zerbricht, ein Schnitt am Fuss. Erst denke ich: blöd gelaufen. Eine Woche später ist es ein Infekt, dann eine Operation, dann dieser Satz, der hängen bleibt – die Sehne ist zu 75 Prozent verletzt und wurde genäht. Manchmal verändert sich schnell etwas im Leben ohne Vorwarnung.
Was mich hier beschäftigt, ist weniger die Verletzung als mein innerer Zustand. Ich liege da und spüre Vertrauen. Eine Klarheit, die mich selbst überrascht.
Jahrelang habe ich geglaubt, dass Ziele über Härte funktionieren. Über Verzicht, Disziplin, Durchziehen. Nicht fühlen, nicht zweifeln, nicht stehen bleiben. Das Ziel war nie falsch. Aber der Weg dorthin oft schon. Heute weiss ich, dass ich mir selbst lange nicht zugehört habe.
Heute spüre ich meinen Körper und meine Denkweise auf eine sehr ehrliche Art. Beides arbeitet.
Diese innere Stärke ist kein Zufall. Sie ist das Resultat von Jahren an kleinen, unspektakulären
Entscheidungen und Gewohnheiten.
Meine zehn Minuten Training am Tag sind nie einfach nur Training. Sie sind mein Ventil, mein Anker, meine Ordnung im Alltag. Sie zeigen mir, dass ich handlungsfähig bin, in jeder Situation und vor allem an Tagen, an denen nicht alles rund läuft. Ich mit der Situation und Angst gerade überfordert bin.
Jetzt, in dieser Phase, heisst es nicht kämpfen, und den Kopf verlieren, sondern unterstützen.
Challenge accepted.
Kein Community Zusatztraining, keine Energie teilen und empfangen. Zumindest nicht übers Training.
Jetzt ist wichtig Nährstoffe hochfahren, Proteine noch bewusster einsetzen, dem Körper genau das geben, was er jetzt doppelt braucht, um zurückzukommen und zu stärken.
Vielleicht ist das die Erkenntnis, die bleibt: Das Leben unterbricht manchmal.
Es stellt sich eine leise Frage dazwischen: Wie gehst du jetzt weiter? Und wer bin ich, wenn etwas aussergewöhnlich wird.
Genau in diesen Momenten beginnt echte Entwicklung.
"Gratitude turns what we have into enough"
Diesen Spruch lieben wir.